CORPORATE GOVERNANCE

Corporate Governance ist das System, das das Unternehmen steuert und kontrolliert. Es bestimmt die Verteilung von Rechten und Pflichten zwischen den Interessengruppen im Unternehmen wie Anteilseignern, Unternehmensleitung, Körperschaften des öffentlichen Rechts, Mitarbeitern und Kunden. Das System besteht aus einer Reihe von Methoden und Verfahren, die das Unternehmen verpflichten, für ein ausgewogenes Gleichgewicht zwischen dem Unternehmen und allen, die das Unternehmen in ihrem beruflichen Einsatz gestalten, Sorge zu tragen.

Ziel der Corporate Governance ist es, das Unternehmen in einer zuverlässigen, qualifizierten und transparenten Weise zu führen, die auf den langfristigen Erfolg des Unternehmens und den Schutz der Interessen der Interessengruppen ausgerichtet ist. Es ist von fundamentaler Bedeutung, dass ŠKODA AUTO Deutschland sowie auch die gesamte SKODA AUTO Gruppe von den Mitarbeitern, Geschäftspartnern und allen Kunden und auch von der Öffentlichkeit als erfolgreiches, transparentes und offenes Unternehmen wahrgenommen wird. Die ŠKODA AUTO Gruppe verpflichtet sich seit 2007 zur Einhaltung der entsprechenden Empfehlungen und Regeln des auf den Grundsätzen der OECD basierenden Corporate Governance Kodex (nachfolgend der „Kodex“). Das Unternehmen ist bestrebt, durch die kontinuierliche Verbesserung seiner internen Prozesse und Verfahren in Übereinstimmung mit dem Kodex Transparenz und ethische Geschäftspraktiken weiter zu fördern.

INTEGRITÄT

Wir sind davon überzeugt, dass unser Unternehmen nur mit dauerhafter, verlässlicher Integrität und regelkonformem Verhalten das Vertrauen seiner Mitarbeiter, Kunden, Gesellschafter, Geschäftspartner und der Öffentlichkeit gewinnen und stärken kann. Unser Ziel ist es, Vorbild zu sein, wenn es um Integrität und Compliance geht. Auf diese Weise wollen wir das Vertrauen stärken und die Integrität unseres Unternehmens auch in Zukunft erhalten.

Integres Handeln ist ein wesentlicher Bestandteil unserer Konzernstrategie TOGETHER 2025+ und steht damit auf einer Stufe mit der Qualität unserer Produkte, unseren finanziellen Kennzahlen und der Zufriedenheit unserer Kunden. Mit der Umsetzung unseres ehrgeizigen Integritätsprogramms und den Group Essentials, die Orientierung für das tägliche werteorientierte Handeln aller Mitarbeiter bieten, sind wir für die zukünftigen Herausforderungen gerüstet.

Die Schlüsselinitiative "Integritätsprogramm" ist auch ein Teil des Together4Integrity-Programms. Sie hat das Ziel, das Verständnis für Integrität und ihre Bedeutung als Grundlage des Wirtschaftens bei allen Mitarbeitern und Führungskräften des Volkswagen Konzerns zu erhöhen und eine Kultur zu schaffen, in der integres Handeln nicht nur konsequent möglich ist, sondern auch als selbstverständlich angesehen wird. Damit verbunden ist die Förderung des konstruktiven Umgangs mit Fehlern, die Erhöhung der Transparenz von Entscheidungsgründen und die Stärkung des Mutes, mögliche Risiken und Probleme auch bei Führungskräften anzusprechen.

Integrität ist für uns ein Kernelement des beruflichen Handelns und das Einzige, was wir anstreben: In einer gegebenen Situation das Richtige zu tun.

Als Grundlage für die Führung unseres Unternehmens muss Integrität alle Ebenen betreffen. Das bedeutet, dass Integrität ein verpflichtendes Kriterium für alle Entscheidungen der Geschäftsführung und der Führungskräfte ist: Relevante Vorlagen an die Geschäftsführung müssen eine Stellungnahme der zuständigen Fachabteilung des Unternehmens darüber enthalten, in welcher Weise die beabsichtigte Entscheidung die Integrität und Compliance des Konzerns unterstützt bzw. ob/welche potenziellen Integritäts- oder Compliance-Risiken damit verbunden sind und wie diese gemindert werden können.

COMPLIANCE

ŠKODA AUTO Deutschland und die gesamte SKODA AUTO Gruppe legen besonderen Wert auf seine Verantwortung für die Einhaltung rechtlicher Standards, interner Bestimmungen, ethischer Prinzipien und freiwilliger Verpflichtungen. Unsere Compliance beschränkt sich nicht auf unsere Geschäftsbeziehungen, sondern umfasst sämtliche Aktivitäten innerhalb und außerhalb des Konzerns. Die ŠKODA AUTO Gruppe verfolgt mit Nachdruck die Anwendung und Einhaltung aller ethischen und rechtlichen Standards in den Bereichen Wettbewerb, Finanzen, Steuern, Schutz von Umwelt und Mitarbeitern und Gleichberechtigung.

Um durch entsprechende Beratung die Einhaltung dieser Standards sicherzustellen und durch geeignete Präventivmaßnahmen das Bewusstsein unter den Mitarbeitern zu stärken, wurde bei ŠKODA AUTO Deutschland die Abteilung Compliance eingerichtet. Die ŠKODA AUTO Gruppe ist der Überzeugung, dass nachhaltiger wirtschaftlicher Erfolg nur sichergestellt werden kann, wenn Regeln und Standards befolgt werden. Gesetzliche und interne Anforderungen, eingegangene Verpflichtungen und freiwillig angenommene ethische Grundsätze bilden für uns einen integralen Bestandteil unserer Unternehmensstruktur und sind die Leitlinie, an der wir unsere Entscheidungen ausrichten. Unsere Compliance-Aktivitäten sind Teil einer integrierten Strategie, die mit dem Volkswagen Konzern abgestimmt und in dessen weltweites Compliance-Netzwerk eingebunden ist.

VERHALTENSKODEX

Der Verhaltenskodex fasst grundlegende Verhaltensprinzipien für die Mitarbeiter von ŠKODA zusammen und dient als Handbuch für die Regelung rechtlicher und ethischer Herausforderungen. Der Geschäftswert der ŠKODA AUTO Gruppe hängt entscheidend davon ab, dass alle Mitarbeiter weltweit in Übereinstimmung mit dem Verhaltenskodex sowie rechtlichen Standards handeln. Der Verhaltenskodex ist ein integraler Bestandteil der Unternehmenskultur und die ŠKODA AUTO Gruppe hält ihre Geschäftspartner dazu an, ebenfalls diesen Grundsätzen zu folgen.

HINWEISGEBERSYSTEM

Die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften und interner Regeln hat im Volkswagen-Konzern und seinen Unternehmen höchste Priorität. Das Hinweisgebersystem bietet eine diskrete und zuverlässige Möglichkeit, Verstöße gegen geltende Gesetze oder interne Vorschriften im Unternehmen insbesondere den Mitarbeitern, aber auch den Geschäftspartnern und anderen Personen, die einen konkreten Verdacht auf ein solches Verhalten hegen, zu melden. Das Hinweisgebersystem handelt nach den Prinzipien Schutz, Fairness, Vertrauen. Diese Grundsätze gelten für Hinweisgeber und Betroffene gleichermaßen. Ziel des Hinweisgebersystems ist in erster Linie die Vermeidung möglicher Schäden, die unser Unternehmen, unsere Mitarbeiter und Geschäftspartner im Falle von Verstößen gegen Vorschriften betreffen könnten.

Die Hinweise werden im Unternehmen nach den unten aufgeführten Grundsätzen behandelt:

  • Ein Hinweisgeber kann seinen Hinweis jederzeit und in jeder Sprache einreichen.
  • Ein Hinweisgeber kann aus verschiedenen Möglichkeiten für das Einreichen seines Hinweises wählen (siehe unten).
  • Der Hinweisgeber kann den Hinweis anonym oder unter Angabe seines Namens einreichen.
  • Während des gesamten Prozesses der Hinweisbearbeitung wird strikte Vertraulichkeit gewahrt ("need to know"-Prinzip).
  • Eine Untersuchung wird erst dann eingeleitet, wenn die im Hinweis genannten Tatsachen berücksichtigt und der begründete Verdacht einer Regelverletzung sorgfältig geprüft wurde.
  • Hinweise werden fair, schnell und auf sensible Art und Weise untersucht.
  • Die Person, die den Hinweis einreicht, hat das Recht auf den Schutz des Hinweisgebers seitens des Unternehmens gemäß der entsprechenden internen Richtlinie.
  • Betroffene Personen werden fair behandelt und als unschuldig vermutet, solange ein Regelverstoß nicht bestätigt wird.
  • Ein schwerwiegender Regelverstoß ist eine Handlung, die die Interessen des Volkswagen-Konzerns oder eines seiner Unternehmen, insbesondere das Ansehen oder die finanziellen Interessen, erheblich beeinträchtigt oder die ethischen Werte des Volkswagen-Konzerns erheblich verletzt.
  • Mitarbeiter des Managements sind verpflichtet, jeden Verdacht auf einen schwerwiegenden Verstoß gegen die Vorschriften unverzüglich den zuständigen Stellen zu melden.
  • Der Missbrauch des Hinweisgebersystems wird nicht toleriert und gilt als schwerwiegender Regelverstoß.

Für Hinweise stehen Hinweisgebern folgende Möglichkeiten zum Einreichen (jederzeit und in jeder Sprache) zur Verfügung:

Persönlich
bei der Zentralen Ermittlungsstelle Volkswagen*
Zentrales Ermittlungsamt (K-ICW)
Porschestraße 1, 38440 Wolfsburg (Innenstadt)

Per Post
Zentrales Ermittlungsamt
Postfach 1717
38436 Wolfsburg

Per Telefon
Gebührenfreie Nummer 0800 444 46300 (Verfügbarkeit 24x7).
Wenn Ihr örtlicher Telefonanbieter den gebührenfreien Dienst nicht unterstützt, können Sie die folgende gebührenpflichtige Nummer anrufen: +49 5361 946300 (gebührenpflichtig).**

Per E-Mail-Adresse
io@volkswagen.de

Über einen sicheren Online-Meldekanal
https://www.bkms-system.com/bkwebanon/report/clientInfo?cin=22vwgroup16

Durch Kontaktaufnahme mit den Ombudsleuten (externe Anwälte)

  • Die Ombudsleute sind externe, neutrale Anwälte, die vom Volkswagen-Konzern ernannt werden und den Hinweisgebern für die Annahme der Bedenken zur Verfügung stehen.
  • Die Dienste der Ombudsleute stehen in verschiedenen Sprachen zur Verfügung, darunter auch deutsch und englisch.
  • Der Ombudsmann als Rechtsanwalt unterliegt der Schweigepflicht und gibt daher nur die Informationen weiter, die der Hinweisgeber an die Zentrale Ermittlungsstelle weitergeben will.
  • Die Identität eines Hinweisgebers wird vom Ombudsmann nur auf ausdrücklichen Wunsch des Meldenden ausgehändigt. Der Ombudsmann untersucht die Berichte nie selbst, er prüft die Berichte nur auf ihre Legitimität und Glaubwürdigkeit.
  • Die Kontaktdaten der Ombudspersonen finden Sie auf den folgenden Websites:
    Englisch: www.ombudsmen-of-volkswagen.com und
    Deutsch: www.ombudsleute-der-volkswagen-ag.de

Weitere Informationen zum zentralen Hinweisgebersystem im VW-Konzern finden Sie hier.

*In einem solchen Fall wenden Sie sich bitte im Voraus an die E-Mail-Adresse io@volkswagen.de, um ein Treffen zu vereinbaren.
**Sollten technische Probleme mit der Verfügbarkeit der Hotline auftreten, nutzen Sie bitte die anderen aufgeführten Meldewege, um Ihr Anliegen an das Untersuchungsbüro zu melden.

RISIKOMANAGEMENT

Das Risikomanagement der ŠKODA AUTO Gruppe basiert auf dem gemeinsamen Risikomanagementprinzip des Volkswagen Konzerns, das der deutschen Rechtsprechung entspricht. Als operative Komponente des Unternehmensprozesses umfasst Risikomanagement die detaillierte Identifizierung von individuellen Risiken, die Bewertung ihres Umfangs und die Umsetzung von Maßnahmen zu ihrer Beseitigung sowie den Beleg für ihre Effektivität. Die weltweiten Aktivitäten der ŠKODA AUTO Gruppe auf den Automobilmärkten bringt eine Reihe von Risiken, die sich negativ auf das Finanzergebnis und den Geschäftserfolg auswirken können. Andererseits können Änderungen im wirtschaftlichen und rechtlichen Umfeld zu Chancen führen, die der Konzern nutzen möchte, um seine Wettbewerbsposition zu festigen und weiter zu verbessern.